Soziales Engagement

Ernst Krämer engagiert sich ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz

„Das Rote Kreuz gehört zu meinem Alltag dazu.“

Gemeinsam mit verschiedenen DRK Ortsvereinen hat unsere Volksbank ein lebensrettendes Gemeinschaftsprojekt gestartet. In allen SB-Bereichen sollen Defibrillatoren installiert werden, um im Notfall Leben retten zu können.

Unser Mitarbeiter, Ernst Krämer, ist seit 36 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz engagiert und seit 2001 erster Vorsitzender des Ortsvereins Oppenweiler. Zudem vertritt er das Rote Kreuz auf Kreisebene im Kreispräsidium. Wir haben mit ihm über sein Amt, seine Erfahrungen und seinen Standpunkt zu Defibrillatoren als Lebensretter gesprochen.

Wie stehen Sie dazu, dass die Volksbank in ihren SB-Bereichen Defibrillatoren anbringt?

Krämer: Es ist unheimlich gut und wichtig, dass Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und diese Aufgabe nicht nur den Rettungsorganisationen überlassen. Wenn man bedenkt, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem Herzstillstand jede Minute um 10 Prozent sinkt, dauert es oft zu lange bis der Rettungsdienst eintrifft. Mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren steht der Bevölkerung rund um die Uhr ein Hilfsmittel zur Verfügung. Natürlich kommen die Geräte auch den Mitarbeitern und Kunden
zu Gute.

Wie oft werden Defibrillatoren genutzt um Leben zu retten?

Krämer: Im Ortsverein Oppenweiler sind insgesamt über 10 Defibrillatoren im Einsatz, die bereits des Öfteren genutzt wurden. Ausgebildete Helfer vor Ort werden bei bestimmten Stichworten im Notruf parallel zum Rettungsdienst benachrichtigt und können teilweise innerhalb von zwei bis drei Minuten am Notfallort sein um erste Hilfe zu leisten bis der Rettungsdienst eintrifft. Im letzten Jahr konnte ein Helfer vor Ort einen Herzstillstand mit einem Defibrillator erfolgreich wiederbeleben. Die Helfer haben ihre Notfallausrüstung und
den Defibrillator immer griffbereit und tragen einen Funkempfänger bei sich, der bei
einem Alarm die Adresse und das Einsatzstichwort übermittelt. Um Helfern das Helfen zu erleichtern, ist es wichtig, dass ein Defibrillator immer fußläufig erreichbar ist, um unnötige Wege zu vermeiden.

Welche Freiräume gibt Ihnen die Bank um Ihr Ehrenamt auszuüben?

Krämer: Die Bank stellt mich frei, wenn ich zu Notfällen gehen muss. Ich bin sehr froh, dass ich diese Flexibilität habe.

Was ist Ihr Antrieb Ihr Ehrenamt auszuüben?

Krämer: Ich war als Jugendlicher sportlich nicht sehr versiert. Das Rote Kreuz wurde dann mein Hobby. Die Tätigkeit im Team hat mir immer Spaß gemacht und macht es heute noch. Ich habe mich im medizinischen Bereich ausbilden lassen und immer weiter qualifiziert. Mich begeistert, welch breites Spektrum an Leistungen wir in unserem Ortsverein anbieten – Leistungen, die man im ersten Augenblick nicht unbedingt mit dem Roten Kreuz in Verbindung bringt: Eltern-Baby-Kurse, Eule mit der Beule im Kindergarten, Juniorhelfer in der Grundschule, Jugendrotkreuz, Sanitäts-, Rettungs- und Katastrophendienst (auch länderübergreifend), zertifizierte Erste-Hilfe-Ausbildung, Blutspende, Seniorenarbeit, Gesundheitsvorsorge, Yoga, Gedächtnistraining, Deutschkurse für Flüchtlinge und vieles mehr.

Wie hoch ist der zeitliche Aufwand?

Krämer: Das ist schwierig abzuschätzen, da ich Vieles „nebenher“ erledige, etwa vor dem Frühstück oder nach Feierabend – das gehört zu meinem Alltag dazu. Ich schätze aber, dass ich fünf bis sechs Stunden pro Woche aufbringe.

Gibt es ein Erlebnis, das Ihnen besonders im Kopf geblieben ist?

Krämer: Natürlich bleiben Bilder von Einsätzen im Kopf - insbesondere das Hochwasser im Jahr 2011. Bemerkenswert war die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen und der starke Zusammenhalt. Sehr wichtig für uns ist die öffentliche Anerkennung, die wir von den Bürgerinnen und Bürgern in Oppenweiler bekommen.