Volksbank Backnang: Gesundheits-Experte Frédéric Letzner gibt Mitarbeitern wertvolle Tipps

Online-Vortrag spürt der „Psyche des Schweinehunds“ nach und geht der Ursache für Stress-Erkrankungen auf den Grund

Backnang, 17.03.2022

Jedes Kind weiß, dass Gemüse gesund ist, Bewegung guttut und Schokolade keine Hauptmahlzeit sein sollte. Doch warum fällt uns gesundes Verhalten trotzdem häufig schwer? Der Ernährungswissenschaftler, Autor und Redner Frédéric Letzner hat bei einem Online-Vortrag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksbank Backnang der „Psyche des Schweinehunds“ nachgespürt. Sein Fazit: „Den Schweinehund gibt es nicht. Sie selbst sind für Ihre Entscheidungen verantwortlich, die wiederum von Abhängigkeiten getroffen werden und somit einen erheblichen Einfluss auf Ihre Gesundheit haben.“

Der Vortrag fand im Rahmen des umfangreichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements der Volksbank statt. „Ich freue mich, dass Sie unser persönlicher Trainer sind“, begrüßte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Beerkircher den 33-Jährigen, der ein aus TV-Sendungen bekannter Gesundheits-Experte ist.

Frédéric Letzner hinterfragte typische Verhaltensweisen. Strenge Verbote machen aus seiner Sicht keinen Sinn. „Wenn ich mir etwas komplett verbiete, zum Beispiel Schokolade, wird es erst recht interessant. Wenn Sie allerdings eine Schüssel mit Schokolade auf den Couchtisch stellen, verliert sie schnell ihren Reiz.“

In seinem Vortrag legte Frédéric Letzner einen Schwerpunkt auf die Ursachen psychischer Erkrankungen wie Burn-Out. In jedem von uns stecke ein bisschen „PHIL“. So nennt Letzner seinen imaginären und chronisch gestressten Freund. Er zeichne sich aus durch Perfektionismus (P), H-Harmoniebedürftigkeit (H), Intelligenz (I) und Leistungsorientierung (L).


Ein Mitarbeiter, der die Eigenschaften von „Phil“ habe, treibe sich zu Höchstleistungen an, sage niemals Nein, esse während der Arbeit und halte Pausen für Zeitverschwendung. Der Grund für dieses selbstzerstörerische Verhalten ist laut Letzner häufig der Wunsch nach Anerkennung. Traurig sei, dass diese fragwürdige Arbeitsmoral gut zu unserer Leistungsgesellschaft passe. „Wir lieben den Gedanken, Außergewöhnliches zu vollbringen, fast wie ein Superheld. Doch auf Dauer missachten wir so unsere Bedürfnisse, Körpersignale und Grenzen.“ An seine Zuhörer gerichtet riet Frédéric Letzner deshalb zu mehr Gelassenheit und Geduld mit sich selbst. Kurz gesagt: „Du als Mensch bist wichtiger als deine Leistungen.“

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