Mein 1. Ausbildungsjahr

Die erste Woche, Erfahrungen, Up & Down’s, Corona

So habe ich, Vanessa Kiehn, das 1. Ausbildungsjahr bei der Volksbank Backnang erlebt.

Vanessa Kiehn | Auszubildende bei der Volksbank Backnang eG

Die 1. Woche  

Nervös stieg ich aus dem Auto. Zum Glück war ich mit der Nervosität nicht alleine. Vor der Volksbank warteten auch schon meine Mitazubis. Gespannt stiegen wir in den Fahrstuhl, oben angekommen erwarteten uns schon bekannte Gesichter. Herr Müller und Frau Fischer vom Team Personal außerdem Herr Schwab, einer unserer vier Vorstände, begrüßten uns herzlich. Das erste Mal als ich den Seminarraum betreten hatte, fühlte ich mich wie in einem Glashaus. Alle Augen waren auf uns gerichtet. Es war alles neu, ungewohnte Kleidung, neue Leute und eine unbekannte Umgebung.

Der erste Tag ging wie im Flug vorbei. Am liebsten hätte ich direkt hingeschmissen und gesagt nein ich will nicht mehr. Ich hatte so sehr Angst vor dem was da kommt. Dieses Ungewisse was auf einen zukommt, machte mich echt fertig. Zudem ist man ja bekannterweise als Azubi am Ende der Rangliste, man muss sich erstmal beweisen und sich den Respekt der langjährigen Mitarbeiter verdienen.

"Die Paten sind immer an deiner Seite. Helfen und unterstützen dich wie es nur geht."

In der ersten Woche ging es hauptsächlich darum, die Volksbank Backnang kennenzulernen. Man muss ja schließlich wissen, mit wem man es zukünftig persönlich, telefonisch oder per Mail, zu tun hat. Außerdem wurde man einer bestimmten Geschäftsstelle sowie einem Paten zugewiesen. Man hat nun eine feste Anlaufstelle. Die Paten sind immer an deiner Seite. Helfen und unterstützen dich wie es nur geht. Bei Problemen oder anderen Anliegen kann man sich an seinen Paten wenden und man wird nicht im Stich gelassen.

Der Abschluss der ersten Woche fand im Seitenbachtal in Sulzbach/Murr im Form eines Outdoor-Trainings statt. Der extra dafür gebuchte Coach war speziell für Teambildung geschult. Es wurden verschiedene Aufgaben gestellt, die wir Azubis als Team lösen sollten. Die anfängliche Zurückhaltung gegenüber den anderen war verflogen und man lernte sich besser kennen und mögen. Das Outdoor-Training war ein super Abschluss und ich war bereit für meine Ausbildung.

Up & Down's

Das erste Mal in der Geschäftsstelle, das erste Mal Kundenkontakt, das erste Mal eine größere Menge an Bargeld in der Hand. Das alles, kannte ich davor nicht. Es war eine neue Welt für mich und ich konnte mich in der Anfangszeit überhaupt nicht damit identifizieren. Ständig musste ich mich an einen Mitarbeiter wenden. „Wie war das nochmal?“ war in den ersten paar Wochen die am häufigsten gestellte Frage von mir. Es ist klar, dass man sich besonders am Anfang, Hilfe suchen muss und gewisse Dinge einfach nicht weiß. Es ist ein blödes Gefühl nicht eigenständig arbeiten zu können. Gerade als Azubi wird man ständig daran erinnert, dass da ja jeder mal durch musste und den bekannten Satz „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ werde ich wahrscheinlich auch nicht mehr vergessen.

Doch nach ein paar Monaten sieht das ganze schon besser aus. Ich habe meine ersten Erfolgserlebnisse hinter mir und kann mich letztendlich mit der Volksbank Backnang identifizieren. Ich bin nicht mehr der Neuling und bin auch nicht mehr auf die Hilfe der langjährigen Mitarbeiter angewiesen, wie ich es beispielsweise am Anfang war.

Nach der ersten gezeichneten Mitgliedschaft war mein Selbstbewusstsein auf dem höchsten Level und ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, das ich die Ausbildung locker schaffen werde. Ich denke, dass man sich von den vielen Down‘s die man anfangs erlebt, nicht runterziehen lassen sollte. Denn nach jedem Regen, scheint auch wieder die Sonne.

Eine Ausbildung ist nicht leicht, besonders am Anfang. Doch je länger man dabei ist und je öfter man kleine persönliche Erfolgserlebnisse hat, fühlt man sich angekommen und freut sich ein Teil vom Team Volksbank Backnang zu sein.

Was ich persönlich jedem zukünftigen Azubi der Volksbank Backnang mitgeben will, sei immer du selbst. Versuch nicht jemand anderes zu sein nur das man dich mag, sei authentisch - sei Du. Individualität wird bei der Volksbank Backnang großgeschrieben.

und dann kam Corona...

In Zeiten von Corona hat sich einiges verändert. Auch an uns Azubis ist Corona nicht spurlos vorbeigegangen. Plötzlich hieß es, Schule findet nur noch digital statt. Für mich, die total gerne in die Beufschule geht, erstmal ein Schock. Kein sozialer Kontakt, keine Klassenarbeiten mehr und keine Möglichkeit sich persönlich mit dem Lehrer oder auch Mitschülern auszutauschen.

Wir hatten öfter am Tag eine Videokonferenz mit unseren jeweiligen Lehrern. Oftmals haben technische Probleme seitens Lehrer aber auch Schülern, das ganze Online-Lernen erschwert. Die anfängliche Problematik war aber schnell behoben und ich musste mir persönlich eingestehen, dass ich den Schulstoff viel gezielter lernen konnte.

Nachdem wir einen kompletten Schulblock von Zuhause aus lernen mussten, konnten wir im nächsten Schulblock schon wieder in die Schule. Zwar war das immer noch nicht normal und alles beim Alten, dennoch kehrte ein Stück Normalität zurück. Geteilte Klassen und nur vier Stunden Unterricht hatten schließlich auch etwas. Wie es in Zukunft aussehen wird, wissen wir nicht - aber ich denke wir sind auf einem guten Weg wieder zurück in unser Leben vor Corona...

Home-Office