Interview mit Özcan Cosar

„Heimat ist der Ort wo man sich zuhause fühlt“

MitgliederFestivalWoche

In seinem neuen Solo „Old School – Die Zukunft kann warten“ zeigt Özcan Cosar, dass er mit der Zukunft nichts am Hut hat, lieber im Heute lebt und das Vergangene gerne auf die Schippe nimmt. Er blickt mit Augenzwinkern zurück auf seine eigene Vita als kultureller Zwitter, cooler Breakdancer oder multitalentierter Sohn. Im Interview erzählt er, auf was sich Mitglieder bei der FestivalWoche freuen können.

Sie haben eine steile Karriere hingelegt, was war der Stein des Anstoßes?

Ich wurde damals regelrecht zur Comedy gezwungen. Ein Freund von mir hat ohne mein Wissen eine Comedy Veranstaltung geplant und dazu einfach Flyer gedruckt, auf denen er mich angekündigt hat. Das war dann die erste Comedy Night, auf der ich auftreten musste! – Also quasi Zwangscomedy!

Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre Comedy?

Viele Elemente in meinem Programm sind autobiografisch. Aber neben meinem eigenem Leben inspirieren mich auch Dinge, die ich im Alltag bei anderen Menschen entdecke und beobachte.

In Ihrem Programm haben Sie mit der Zukunft nicht viel am Hut, gilt das auch für Sie privat?

Ja, ich versuche mir möglichst keine Gedanken über Morgen zu machen, sondern immer den Moment zu genießen und die Gegenwart bewusst wahrzunehmen. Die Menschen sind in den letzten Jahren eigentlich nur noch auf die Zukunft fixiert. Dadurch vergessen wir viel zu oft die Gegenwart zu genießen. Ich bin eher ein Mensch, der versucht, seinen Fokus auf das Jetzt zu legen.

Was hat sich für Sie verändert seit Sie in der Öffentlichkeit bekannt sind?

Tatsächlich überraschend wenig! Ich werde jetzt hin und wieder mal nach einem Foto gefragt. Davon abgesehen ist eigentlich alles beim Alten geblieben, was ich auch sehr schön finde.

Wieviel Zeit bleibt bei Ihrem Programm noch für Ihre Leidenschaft – das Tanzen?

Nie genug, aber ich versuche mir dafür Freiräume zu schaffen, etwa wenn ich im Fitnessstudio bin oder auch mal nachts. Wenn man etwas wirklich leidenschaftlich macht, dann findet man immer irgendwie noch die Zeit dafür.

Auf was können sich die Zuschauer bei unserer FestivalWoche freuen?

Mein Auftritt ist eine Zeitreise durch mein Leben und meine Gedanken. Im besten Fall können die Zuschauern für kurze Zeit die Welt durch meine Augen sehen, die Gegenwart genießen und die Zukunft ausblenden.

Breakdancer, Zahnarzthelfer, Sportlehrer, Comedian – Sie haben bereits einige Berufe ausgeübt – was folgt als nächstes?

Das Leben ist viel zu kurz, um sich den Kopf um die Zukunft zu zerbrechen. Ich habe immer nur das gemacht, was mich interessiert oder mir Spaß gemacht hat und das werde ich immer beibehalten. Mal sehen was das Leben noch so mit sich bringt. Ich bin für alles offen.

Haben Sie schon immer gerne und viel geredet?

Ja. Ich glaube sonst wäre mein Freund auch damals nicht auf die Idee gekommen, mich auf die Bühne zu schicken. Als Comedian muss man schon eine gewisse Redseligkeit mitbringen.

Sie kommen hier aus der Region Stuttgart. Wie wichtig ist Ihnen Regionalität?

Stuttgart ist meine Heimat und damit auch ein Teil von mir. Ich liebe meine Heimat und erzähle auch sehr viel aus unserer Region, wenn ich auf Tour bin. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich die Gelegenheit bekomme, zum Beispiel den schwäbischen Dialekt zu verbreiten.  

Was bedeutet für Sie Heimat?

Heimat ist der Ort wo man sich zuhause fühlt und das ist für mich das Schwaben Ländle!!!

 

Karten und weitere Infos zur MitgliederFestivalWoche gibt es unter www.volksbank-backnang.de/festivalwoche und in unseren Beratungszentren und Geschäftsstellen.