Der Weltspartag brachte die Idee zum Traumberuf

Im Porträt: Larissa Schuster ist eine von 115 Auszubildenden bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rems-Murr-Kreis

Was Finanzthemen angeht, ist Larissa Schuster für ihre Freunde Ansprechpartner Nummer eins. „Sie fragen mich schon nach der besten Altersvorsorge“, sagt die 16-Jährige und lacht. Dabei hat sie erst im Herbst 2014 ihre Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Volksbank Backnang begonnen. Doch inzwischen habe sie schon so viel gelernt, dass sie zumindest Tipps geben könne, sagt die junge Frau aus Auenwald.

Keine Angst vor Zahlen: Larissa Schuster macht eine Ausbildung zur Bankkauffrau.

Insgesamt erlernen 115 Auszubildende bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rems-Murr-Kreis einen Beruf. Das entspricht einer Ausbildungsquote von rund sieben Prozent. Neben dem „Klassiker“ Bankkaufmann/-frau ist eine Ausbildung zum/zur Finanzassistenten/-in möglich. Zudem können Nachwuchskräfte den Bachelor of Arts in der Fachrichtung BWL-Bank erlangen.

Volksbanken und Raiffeisenbanken sind bei Schülern als Arbeitgeber sehr beliebt. Das hat das „Schülerbarometer 2014“ des Berliner Trendence-Instituts ergeben, an dem 10 000 Gymnasiasten, Real- und Gesamtschüler teilgenommen haben. Damit sind die Genossenschaftsbanken Träger des Qualitätssiegels „Top-Arbeitgeber 2014/15“.

Für Larissa Schuster ist Bankkauffrau ein Traumberuf. Als Kind war sie fasziniert, wenn sie am Weltspartag ihr Sparschwein in die Volksbank brachte.  „So wie mir früher erklärt wurde, wie eine Bank funktioniert, möchte ich das einmal selbst Kindern näherbringen.“ Aber ist die Arbeit „im Innern“ einer Bank so, wie sie es sich vor ihrer Ausbildung vorgestellt hat? „Ganz klar ja“, sagt die 16-Jährige. Nur unterschätze man als Außenstehender leicht, wie viel Arbeit im Hintergrund ablaufe.  

Larissa hat schon gelernt, wie Überweisungen, Ein- und Auszahlungen funktionieren oder wie man Konten eröffnet. Erste Erfahrungen im Kundengespräch hat sie auch gesammelt. „Der persönliche Kontakt macht mir am meisten Freude“, sagt Larissa. Vor Kurzem wollte sich ein Kunde über Kreditkarten informieren. Zufällig hatte sich die Auszubildende gerade mit dem Thema beschäftigt. „Das war ein tolles Gefühl, gleich helfen zu können.“

Bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken gibt es eine Besonderheit, die sie von anderen Banken unterscheidet. Ein Großteil der Kundschaft ist Mitglied und damit Eigentümer der Genossenschaftsbank. Außerdem ist die persönliche Beratung besonders wichtig.

Kommunikativ sein – das sei deshalb eine der wichtigsten Eigenschaften, die man als Mitarbeiter brauche. „Und man sollte keine Angst vor Zahlen haben“, sagt Larissa, die zu Beginn ihrer Ausbildung etwas unsicher war, ob sie die Anforderungen bewältigen kann. Inzwischen sind die Zweifel ausgeräumt. „Mir wird alles von erfahrenen Kollegen erklärt, ich kann sie immer fragen und fühle mich schon richtig als Teil der Mannschaft.“