„Mich fasziniert die permanente Veränderung“

Unser Wertpapier-Experte verrät, worauf es beim Umgang mit Aktien ankommt

Als Wertpapier-Berater bei der Volksbank Backnang ist Dominik Pscheidl nah dran am Puls der Aktienmärkte. Im Interview erklärt er, warum man beim Sparen auf unterschiedliche Anlageformen setzen sollte.


Volksbank Backnang eG Dominik Pscheidl
Dominik Pscheidl ist Wertpapier-Berater bei unserer Volksbank Backnang.

Fonds, Sparpläne, Aktien – warum sollte man sich damit auskennen? Reicht nicht das gute alte Sparbuch?

Das Sparbuch ist wichtig für unsere Mitglieder und Kunden. Doch wenn Geld nur auf dem Konto verwahrt wird, verliert es an Wert. Das liegt an der Inflation und der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Durch sie gibt es kaum Zinsen für klassische Bankanlagen. Deshalb ist es wichtig, sein Vermögen zu streuen, etwa mit Aktien, Fonds oder Immobilien.

Was sind die Grundregeln beim Umgang mit Wertpapieren?

Die Investoren-Legende Warren Buffet hat es so formuliert: „Risiko entsteht dann, wenn Anleger nicht wissen, was sie tun.“ Bei Wertpapieren ist es wichtig, die Funktion einer Anlage, ihre Chancen und Risiken verstanden zu haben. Sicherlich sind Aktien schwankungsintensiver als andere Anlageklassen; bei einer gesunden Mischung des Vermögens ist dies aber durchaus
vertretbar. Deshalb orientieren wir uns an den Zielen und Wünschen unserer Mitglieder und Kunden und schauen genau, dass unsere Angebote zu ihnen passen.

Was fasziniert Sie persönlich am Börsengeschehen?

Mich fasziniert die permanente Veränderung und die Chance, wirtschaftlich an den positiven
Entwicklungen von Unternehmen, Branchen und Regionen teilzunehmen. Jeden Tag haben
wir weltweit mit Unternehmensergebnissen, veränderten Zinsen, politischen Ereignissen
und vielem mehr zu tun. All das beeinflusst den Wert der Anlagen. Wir sind für unsere Mitglieder und Kunden immer auf dem Laufenden, um in ihrem Interesse reagieren zu können.

Warum sind viele Deutsche skeptisch gegenüber Aktien?

Nur 7,5 Prozent der Deutschen besitzen Aktien. Das ist im Vergleich zu den USA (56 Prozent)
oder den Niederlanden (30 Prozent) sehr wenig. In den USA ist die Aktienkultur ausgeprägter, etwa weil die Altersvorsorge vieler Menschen auf Fonds aufbaut. Sie sind also gezwungen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Für Deutschland belegen Studien, dass die aufwändige Informationsbeschaffung abschreckt. Dafür sind wir als Berater da, um unsere Mitglieder und Kunden bestmöglich zu unterstützen.