4ward concepts

Interview

„Wenn man das Gründen erlebt hat, ist es wie ein Fieber“

Das Hobby zum Beruf machen – Unser Mitarbeiter Daniel Storz hat seine Leidenschaft zum Fußball gemeinsam mit Philipp Bez und Maximilian Wilfinger zum Nebenberuf gemacht. Unter der Marke Perfoam werden innovative Schienbeinschoner entwickelt und vertrieben. Dabei stehen die hohen Anforderungen von Profi- und Amateurfußballern im Fokus. Im Interview spricht Daniel Storz über das gemeinsame Start-Up.

Daniel Storz - 4ward concepts
Daniel Storz - 4ward concepts

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich mit Schienbeinschoner selbständig zu machen?

Daniel Storz: Jeder Fußballer fühlt sich durch seine Schienbeinschoner eingeschränkt. Diese rutschen und passen sich dem Bein nicht richtig an, weil sie aus hartem Plastik sind. Deshalb müssen klassische Schoner immer mit Tape oder Klettverschluss befestigt oder in einer Socke getragen werden, die relativ schnell ihre Form verliert. Also sind wir auf die Idee gekommen, mit unserem ersten Produkt in diese Richtung zu gehen. Wir haben dann geschaut, welche Produkte es auf dem Markt gibt und haben schnell gemerkt, dass die Anforderungen der Spieler nicht durch bestehende Produkte befriedigt werden können.

Was macht Ihre Schoner besonders?

Der Schoner ist nicht aus hartem Plastik oder Carbon, sondern aus viskoelastischem Schaum, der hart wird, wenn er einen Schlag abbekommt und so das Schienbein schützt. Im Vergleich zu anderen Strümpfen am Markt, hat unserer die Funktion eines Kompressionsstrumpfs, was neben dem rutschfesten Halt auch die Durchblutung und damit die Leistungsfähigkeit steigert. In anderen Sportarten ist dies bereits verbreitet, zum Beispiel bei Marathonläufern. Die Entwicklung geht in Richtung Funktionswäsche und Kompression – eine Kombination, die es so im Fußball noch nicht gibt. Wir arbeiten sehr eng mit unserem Produzenten zusammen, um das Produkt noch besser zu machen und weiterzuentwickeln. Feedback erhalten wir auch von internationalen Fußballprofis, was uns dabei hilft, zu wissen was gebraucht wird.

Wie verbreitet ist Ihr Produkt?

Unter dem Gesichtspunkt, dass wir erst seit sechs Monaten auf dem Markt sind, ist unser erstes Produkt bereits weit über die regionalen Grenzen bekannt. Wir hätten nicht gedacht, dass wir so viele Schoner absetzen können. In der 3. Liga sind diese sehr gut verbreitet. Vor kurzem konnten wir die SG Sonnenhof gewinnen. Auch viele Oberliga Mannschaften tragen unsere Schoner, aber auch vereinzelt Zweitliga-Vereine oder sogar Bundesligaprofis, die den Schoner für uns testen und auch im Spiel anziehen.

 

Wo trifft man Sie? Wie sind Ihre Vertriebswege?

Unser Hauptvertriebsweg ist online. Auch auf Amazon sind wir vertreten. Parallel dazu bauen wir einen eigenen Onlineshop auf, der Ende des Jahres online geht. Ansonsten sind wir auf Turnieren, vor allem im Jugendbereich, anzutreffen. Da wir selbst Fußballer sind und lange Jahre in Vereinen spielen, haben wir auch Kontakte zu Trainern anderer Vereine, die wir dann direkt ansprechen.

 

Kommen Sie selbst überhaupt noch zum Fußball spielen, wenn Sie so viel unterwegs sind?

Diese Woche war ich sogar zweimal trainieren (lacht). Ansonsten kommen wir selten zum Trainieren und Spielen, da wir viel unterwegs sind. Unser Fokus liegt natürlich auf unserem Start-Up. Der Bezug zum Fußball geht hierdurch ja aber nicht verloren.

Daniel Storz - 4ward concepts

Sind weitere Produkte in Planung?

Wenn man einmal das Gründen erlebt hat, ist es wie ein Fieber es entstehen immer neue Produktideen und Geschäftsmodelle. Aktuell sind wir an drei weiteren Produkten dran über die wir leider noch nicht viel erzählen können. Nur so viel: Der Fokus wird erstmal weiterhin auf Schienbeinschoner und hochwertigen Produkten für Sportler liegen. Dabei ist uns besonders wichtig, die Produkte zu einem fairen Preis anbieten zu können und trotzdem mit „made in Germany“ Qualitätsprodukte im Portfolio zu haben. Ebenfalls schauen wir uns aktiv in anderen Sportarten um.

 

Wie hat die Volksbank bei der Gründung unterstützt, bzw. unterstützt noch jetzt?

Wir haben gemeinsam mit unserer Beraterin verschiedene Szenarien durchgespielt und Finanzierungsmöglichkeiten betrachtet. Auch in Bereich der Rücklagenbildung sind wir in engem Austausch.

 

Worin sehen Sie den Vorteil bei der Zusammenarbeit mit einer regionalen Bank?

Dass die Volksbank vor Ort ist und für Kunden persönlich da sein kann. Darin unterscheidet sich die Bank aber auch wir als Unternehmen zu anderen. Daher haben wir uns für eine regionale Volksbank entschieden.

 

Worauf kommt es bei einer vernünftigen Bankverbindung Ihrer Meinung nach an?

Es kommt darauf an, einen engen Kontakt zum Berater pflegen zu können und in engem Austausch zu sein. Zudem kennt der Berater auch andere Kunden und man kann eventuell Kontakte knüpfen.

 

Wie bringen Sie Bank und 4ward concepts zeitlich zusammen?

Zu Beginn habe ich es selbst unterschätzt und dachte ich brauche nicht so viel Zeit für die Existenzgründung. Ich hatte mit sechs bis sieben Stunden gerechnet, am Anfang waren es jedoch deutlich mehr. So langsam hat sich alles eingependelt, jeder hat seinen Bereich, seine Stärke und weiß wie man den anderen vertritt. So kann ich meine Tätigkeit als Firmenkundenbetreuer, die Selbstständigkeit und meine Freizeit gut vereinen.